Beim Speedtest schauen fast alle zuerst auf den Download. Die Upload-Geschwindigkeit wirkt daneben klein und unwichtig, bis der Videocall ruckelt oder das Hochladen eines Videos eine Stunde dauert. Hier erfährst du, was der Upload misst, wofür du ihn brauchst und wie du ihn verbesserst. Alle vier Messwerte im Überblick findest du auf der Hauptseite Speedtest.

Was ist der Unterschied zwischen Download und Upload?

Der Download ist alles, was aus dem Internet zu dir kommt: Webseiten, Streams, Updates. Dein Gerät hat diese Daten empfangen. Der Upload ist die Gegenrichtung, also Daten, die dein Gerät ins Internet schickt. Was du hochlädst, wird von deinem Gerät gesendet. Beide werden in Megabit pro Sekunde (Mbit/s) gemessen. Zusammen bilden Download- und Upload-Geschwindigkeit deine Internetgeschwindigkeit. Ein Speedtest prüft sie nacheinander: Erst empfängt dein Gerät Daten vom Messserver, dann sendet es selbst.

Bei vielen DSL- und Kabeltarifen ist der Upload nur ein Bruchteil des Downloads. Das ist so gewollt, weil die meisten Haushalte deutlich mehr herunterladen als hochladen. Glasfaser bietet oft höhere Upload-Raten, manchmal genauso hoch wie den Download. Ein DSL-Speedtest zeigt deshalb fast immer einen kleinen Upload-Wert, ohne dass etwas kaputt ist.

Laptop sendet kleine Datei-Würfel nach oben in eine Wolke
🤖 Bild: KI-generiert

Wofür brauchst du Upload?

Im Alltag sendest du öfter Daten, als du denkst:

  • Videocalls und Homeoffice: Dein Kamerabild und dein Ton gehen laufend hinaus. Bei mehreren Calls im Haushalt addiert sich das.
  • Cloud und Backups: Fotos vom Handy, Ordner-Synchronisierung und Sicherungen laufen oft unbemerkt im Hintergrund.
  • Große Dateien senden: Videos, Präsentationen oder Bilder an Kollegen und Familie.
  • Online-Spiele und Streaming: Spiele senden kleine, aber ständige Datenpakete. Wer selbst live streamt, braucht einen stabilen und hohen Upload.

Ist der Upload voll ausgelastet, leidet nicht nur das Hochladen. Auch Ping und Jitter steigen, weil kleine Pakete hinter großen warten müssen. Das erklärt, warum ein Call stockt, sobald das Handy seine Fotos sichert. Mehr dazu im Artikel Jitter.

Wie viel Upload-Geschwindigkeit brauchst du?

Eine feste Zahl für jeden Haushalt gibt es nicht. Entscheidend ist, was gleichzeitig läuft. Als Orientierung hilft ein Rechenbeispiel (Annahme): Zwei Personen sind im Homeoffice, beide in Videocalls, und im Hintergrund läuft eine Foto-Sicherung. Dann braucht der Upload deutlich mehr Bandbreite als beim reinen Surfen im Internet. Wie du deinen gesamten Bedarf an Download und Upload einschätzt, steht unter Wie viel Mbit/s brauche ich.

Wie lange ein Upload dauert, kannst du selbst ausrechnen: Teile die Mbit/s durch 8 und du erhältst Megabyte pro Sekunde. Eine Anleitung mit Tabelle findest du im Artikel Mbit in MB umrechnen.

Arbeitszimmer mit Kamera auf einem Stativ, Monitor und Laptop, dahinter steigen gelbe Datenblöcke auf
🤖 Bild: KI-generiert

Upload richtig messen

Für einen aussagekräftigen Wert gilt beim Upload dasselbe wie beim Download: Rechner per LAN-Kabel anschließen, andere Geräte pausieren und mehrmals messen. Bei flinktest lädt der Test je Anfrage eine Datei mit höchstens 10 MB zum nächsten Rechenzentrum von Cloudflare hoch; die ganze Messung von Download-Geschwindigkeit und Upload dauert höchstens 15 Sekunden. Beim Upload lohnt ein besonders genauer Blick auf versteckte Dienste. Foto-Apps am Handy, Cloud-Programme am Laptop oder eine Kamera im Heimnetz senden oft ohne dein Zutun. Schon ein einziger aktiver Abgleich kann das Ergebnis eines Speedtests stark drücken. Weitere typische Messfehler erklärt Speedtest zeigt falsche Werte.

Wie kannst du die Upload-Geschwindigkeit erhöhen?

Am meisten bringen ein LAN-Kabel statt WLAN und Uploads im Hintergrund zu ruhigen Zeiten.

  1. Per LAN-Kabel verbinden: Im WLAN verliert der Upload oft mehr als der Download, weil das Gerät selbst senden muss und kleinere Antennen hat als der Router.
  2. Hintergrund-Uploads planen: Backups und Synchronisierung nachts laufen lassen.
  3. Router prüfen: Neustart, Firmware-Update und bei Bedarf Priorisierung (QoS) für Calls.
  4. Tarif vergleichen: Reicht der Upload dauerhaft nicht, liegt die Grenze im Tarif. Ein Blick in deine Vertragsunterlagen zeigt, welche Upload-Rate gebucht ist.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Download und Upload?

Download sind Daten, die zu dir kommen. Upload sind Daten, die von dir ins Internet gehen.

Wie wichtig ist die Upload-Geschwindigkeit?

Sehr wichtig für Videocalls, Cloud-Backups und das Senden großer Dateien. Für reines Surfen und Streaming spielt sie eine kleinere Rolle.

Wie kann ich die Upload-Geschwindigkeit erhöhen?

LAN-Kabel statt WLAN, Hintergrund-Uploads verschieben und den Router aktualisieren. Die Obergrenze bestimmt dein Tarif.

Wie viel Upload brauche ich fürs Homeoffice?

Das hängt davon ab, wie viele Calls gleichzeitig laufen und ob nebenher Daten synchronisiert werden. Miss deinen Upload am besten während eines typischen Arbeitstags.

Quellen

  • flinktest: Messverfahren Download und Upload, Stand Oktober 2026
  • Rechenbeispiele: Annahmen, keine Messwerte